Social Media: Wie wir gleichzeitig unsere Kinder und unsere Demokratie retten
Shownotes
TikTok, Instagram, Snapchat & Co: Während Australien es bereits durchgezogen hat und Spanien, Frankreich und auch deutsche Parteien über Social-Media-Verbote für unter 14- oder 16-Jährige diskutieren, ist für viele junge Menschen das Netz ein Ort, an dem sie sich gesehen und sicher fühlen und die wichtigste Quelle für politische Information.
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Marina, die selbst ein "Internetkind" ist, spricht über reale Gefahren und echte Lösungen. Sie macht deutlich, dass Kinder Rechte haben: auf Schutz, auf Information, auf Teilhabe und Mitsprache bei Entscheidungen, die ihr Leben betreffen. Sie berichtet von der Umfrage #beyondthefeed, mit der Schüler:innen nach ihren Erfahrungen und Ideen zu Social Media und möglichen Altersbeschränkungen befragt werden, um ihre Perspektiven in die Politik zu tragen.
Unsere Gäste
- Dirk Walbrühl (Perspective Daily). Mit ihm sprechen wir darüber, wie Empfehlungsalgorithmen funktionieren, warum Kinder absichtlich problematische Inhalte ausgespielt bekommen und weshalb es auf den großen Plattformen praktisch keinen funktionierenden Jugendschutz gibt. Ein Experiment der PD-Redaktion auf TikTok zeigt: Schon nach wenigen Videos tauchen Kriegs- und Gewaltbilder auf – selbst bei Accounts, die als 15-jährige Nutzer*innen angelegt wurden
- Theresa Bäuerlein (Krautreporter). Sie erklärt, wie dünn die Studienlage rund um die Aussage „Social Media macht psychisch krank“ wirklich ist und warum Korrelationen und Kausalität zwei verschiedene Dinge sind. Sie spricht über Hinweise auf die „Goldilocks-Hypothese“: Weder Null-Nutzung noch exzessive Nutzung tun Jugendlichen gut – am besten schneiden diejenigen ab, die Social Media maßvoll und sinnvoll nutzen.
- Yvonne Gerigk (Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest): Sie bringt aktuelle Daten aus den KIM- und JIM-Studien mit: Ab welchem Alter Kinder eigene Smartphones bekommen, wie verbreitet WhatsApp, TikTok, Snapchat und Instagram schon bei Unter-14-Jährigen sind und wofür Jugendliche die Plattformen tatsächlich nutzen: Kommunikation, Spaß, Information und politische Bildung.
Links und Hintergründe
- tagesschau: Social Media Verbot in Australien
- tagesschau: So schränken andere Länder soziale Medien ein
- Wikipedia: Enshittification
- CNN: Instagram promoted pages glorifying eating disorders to teen accounts
- Wind und Wurzeln: Warum unsere Aufmerksamkeit kostbarer ist als Erdöl
- tagesschau: Ellison, Trump und der TikTok-Deal in den USA
- Krautreporter: Alle sagen, Social Media schade Jugendlichen. So eindeutig ist es nicht.
- Bertelsmann-Stiftung: Social Media sind essenziell, um junge Menschen mit politischen Themen zu erreichen
- bpb: Von wegen Politikverdrossenheit – mehr junge Menschen sind politisch interessiert
Dirk Walbrühl bei Perspective Daily
- Die Regierung will ein Social-Media-Verbot. Ist das wirklich eine gute Idee?
- Ja, das Netz wird immer schlechter. So findest du die guten Ecken
- Eine Studie verrät, wann Social Media doch gut für alle ist
- Tiktok gehörte ganz der AfD. Jetzt bröckelt deren Vorherrschaft
- Die derzeit beste freie Social-Media-Alternative kriegt ein dringendes Update
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